Aktuelles

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Radservicestation Eitorf

Wir freuen uns über die neue Radservicestation am Radweg Sieg!

Sie möchten ihr Fahrrad für die nächste Tour fit machen, reparieren oder Luft nachfüllen? Kein Problem – nutzen Sie 24/7 unsere Radservicestation am Radweg Sieg, Kelterser Str. gegenüber Hausnummer 66!

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Der Wolf

Aufklärung für ein respektvolles Miteinander

Seit über 20 Jahren gibt es wieder Wölfe in Deutschland.[1] Von Osteuropa aus hat sich der Wolf wieder in Deutschland angesiedelt und kehrt somit auch in unsere Naturregion zurück.

Nach 150 Jahren seiner Abwesenheit, müssen sich die Menschen wieder an seine Anwesenheit gewöhnen.[2] Durch sein natürliches Ausbreitungsverhalten bleibt es nicht aus, dass die Wölfe sich in Lebensräumen ansiedeln, welche auch vielfältig von Menschen genutzt werden. Dadurch kommt es unweigerlich zu Zusammentreffen – bei richtigem Verhalten geht von ihnen jedoch keine besondere Gefahr aus.[3]

Die Gemeinde Eitorf möchte verschiedene Perspektiven zum Thema Wolf berücksichtigen und dabei auf Artenschutz, Verhalten bei Wolfsbegegnungen sowie Schutzmaßnahmen für Nutztierhalter*innen eingehen. Der Gemeindeverwaltung und der dazugehörigen Tourist Information ist es wichtig, Aufklärungsarbeit zu leisten und Sie als Gast und Bewohner*in unserer Gemeinde bestmöglich zu informieren.

 

Fakten zu „unserem“ Rudel

Der Nachweis eines Wolfsrudels in der Gemeinde Eitorf im Rhein-Sieg-Kreis wurde vom Umweltministerium des Landes Nordrhein-Westfalen im August 2020 bestätigt. Daraufhin wurde das Wolfsgebiet „Oberbergisches Land“ ausgewiesen – das vierte Wolfsgebiet im Bundesland NRW.[4] Die hiesige Wolfsfamilie – auch „Leuscheider Rudel“ genannt – bewegt sich zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Im November 2021 wurde erneut Nachwuchs des „Leuscheider Rudel“ gemeldet. Einige Jungwölfe des Rudels aus dem Vorjahr sind bereits abgewandert, andere beteiligen sich noch gemeinsam mit den Wolfseltern an der Versorgung der Welpen. Wolfsterritorien haben in Deutschland eine durchschnittliche Größe von 250 km².[5]

Das ausgewiesene Wolfsgebiet „Oberbergisches Land“ umfasst eine Fläche von 754 km² und erstreckt sich vollständig über Waldbröl, Morsbach, Nümbrecht, Hennef, Eitorf, Lohmar, Siegburg, Much, Neunkirchen-Seelscheid, Ruppichteroth und Windeck.[6]

 

Verhalten bei einer Wolfsbegegnung

Bewahren Sie Ruhe. Beobachten Sie den Wolf. Sobald er Sie bemerkt, zieht er sich in der Regel zurück, Wölfe sind vorsichtige Tiere. Nähern Sie sich auf keinen Fall einem Wolf, der ein Tier gerissen hat. Junge Wölfe sind allerdings neugierig und agieren oft weniger vorsichtig als erwachsene Tiere, manchmal sogar dreist.[7] Sollten Sie sich in der Anwesenheit eines Wolfs unwohl fühlen, können Sie Folgendes tun:

  • Nicht versuchen, Wölfe anzufassen oder zu füttern.
  • Nicht weglaufen, sondern stehen bleiben.
  • Langsam zurückziehen, um den Abstand zu vergrößern
  • Machen Sie sich bemerkbar durch Reden, Rufen und/oder In-die-Hände-Klatschen, wenn man den Wolf vertreiben möchte
  • Sind Sie mit einem Hund unterwegs, lassen Sie ihn – auch zu seinem eigenen Schutz – nicht von der Leine, sondern behalten Sie ihn nahe bei sich.

Sollten Sie auf Ihrer Wanderung in unserer Naturregion einem Wolf begegnen – was eher unwahrscheinlich ist, aber je nach Route und Tageszeit dennoch vorkommen kann – bewahren Sie Ruhe.

Der Wolf ist, so wie viele andere bei uns im Wald lebende Tiere, ein Wildtier! Bitte unterlassen Sie Annäherungs- sowie Fütterungsversuche. Dies schützt Sie und das Tier.

 

Webportal zum Thema Wolf

Um die Bevölkerung möglichst zeitnah, umfassend und transparent über das Vorkommen des Wolfes zu informieren, hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) ein zentrales Web-Portal zum Thema „Wölfe in NRW“ eingerichtet.

https://wolf.nrw/wolf/de/aktuelles

Das Wolfsportal dient der interessierten Öffentlichkeit und der Aufklärung.

Dazu präsentiert das Portal die aktuellsten Meldungen zum Wolf in NRW und informiert über die neuesten Maßnahmen, die ergriffen worden sind, um das Zusammentreffen von Mensch und Wolf vorzubereiten. Zusätzlich können Sie sich über die Grundlagen der Biologie des Wolfes und über Unterstützungsangebote informieren, die die Landesregierung bereitstellt.

Bei dem Portal handelt es sich um eine technische Plattform, auf der die wichtigsten und aktuellsten Daten transparent angezeigt werden:

  • gemeldete Nutztier-Risse
  • belegte Fälle und Falschmeldungen
  • bestätigte Wolfsnachweise in einer Geodaten-basierten Karte, die interaktiv abgerufen und nach bestimmten Kriterien gefiltert werden kann

Hier können Sie Sichtungen eines Wolfes melden und die Kontaktdaten der zuständigen regionalen Luchs- und Wolfsberater*in erfahren.

Außerdem erhalten Tierhalter*innen Kontaktdaten der Stellen, die im Auftrag des Landes Herdenschutzsets verleihen. Weitere Informationen und Verlinkungen für Nutztierhalter*innen und Herdenschutzmaßnahmen entnehmen Sie bitte der Gemeindewebseite www.eitorf.de.

 

Ansprechpartner bei der Gemeindeverwaltung Eitorf

Falls Sie sich weiter über das Thema in der Gemeinde Eitorf informieren möchten, stehen Ihnen unsere folgenden Mitarbeiter*innen gerne zur Verfügung:

Florin-Bisschopinck, Thorsten

Umweltschutzbeauftragter Gemeinde Eitorf

Telefon: 02243/89-156

Knecht, Kerstin

Touristinformation Gemeinde Eitorf

Telefon: 02243/89-153

 

[1] Vgl. o.A.: „Isegrims Rückkehr: 20 Jahre Wolf in Deutschland“.

[2] Vgl. o.A.: „1850-2007 –  Ausgerottet und zurückgekehrt“.

[3] Vgl. o.A.: „Sind Wölfe für Menschen gefährlich?“.

[4] Vgl. o.A.: „Wolfsgebiet “Oberbergisches Land“ mit umliegender Pufferzone“.

[5] Vgl. o.A.: „FAQ – Die Wölfe in Deutschland“.

[6] Vgl. o.A.: „Oberbergisches Land: Wolfsverdachtsgebiet wird Wolfsgebiet“.

[7] Vgl. Gries, Joachim: „Junge Wölfe sind neugierig und legen viel Mut an den Tag“.

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